Wer ist betroffen und was ist zu tun?

Die Harmonisierung im Zahlungsverkehr Schweiz betrifft alle Akteure auf dem Schweizer Finanzmarkt. In erster Linie sind Finanzinstitute und Unternehmen von den Anpassungen betroffen. Privatpersonen werden vorerst nicht viel von der Harmonisierung bemerken. 

Unternehmen

Die Veränderungen im Zahlungsverkehr betreffen grundsätzlich alle Unternehmen, die Geldüberweisungen tätigen. Folgende Geschäftsprozesse sind betroffen:

  • Debitorenprozesse mit der Rechnungsstellung (inkl. Lastschriftverfahren)
  • Kreditorenprozesse mit der Rechnungsbezahlung
  • Personalprozesse mit den Lohn- und Rentenzahlungen
  • Kontoabstimmung/Kontoauszüge/Liquiditäts- und Cash Management

Für Unternehmen besteht damit ein direkter Handlungsbedarf.

Auf die Software in Ihrem Unternehmen kommt es an!

Bei der Umstellung auf ISO-20022-Standard ist es für Unternehmen entscheidend, welche Art der Software im Zahlungsverkehr eingesetzt wird.

Verwenden Sie standardisierte Softwarelösungen?

Solche standardisierten Lösungen werden für Buchhaltung, Fakturierung, Zahlungsverkehr usw. entwickelt. Wenn Sie eine Standardsoftware im Einsatz haben, empfehlen wir Ihnen, umgehend Folgendes zu tun:

Empfehlung:

  • Kontaktieren Sie Ihren Softwarepartner
  • Bringen Sie Ihre Software auf den neuesten Stand
  • Nehmen Sie die notwendigen Konfigurationen vor (z. B. Bankverbindung, Kontonummer, Stammdaten)

Verwenden Sie individuelle Softwarelösungen?

Wenn Sie eigene Softwarelösungen im Einsatz haben, müssen Sie diese 
ISO-20022-tauglich machen.

Empfehlung: 

  • Kontaktieren Sie Ihre IT-Abteilung und/oder Ihren Softwarepartner
  • Starten Sie ein Projekt, um die Umstellung strukturiert abzuwickeln
  • Führen Sie eine Auswirkungsanalyse durch und definieren Sie Ihre Anforderungen
  • Planen Sie die Implementierung und das Testing
  • Ihr Softwarepartner setzt die ISO-Anforderungen individuell um

Weitere Empfehlungen:

  • Tauschen Sie Ihren Belegleser für BESR bis spätestens Mitte 2020 gegen ein Lesegerät für die QR-Rechnungen mit QR-Code-Unterstützung aus
  • Beginnen Sie schon jetzt, Ihre Stammdaten auf IBAN umzustellen. Beachten Sie dabei auch Ihre Daueraufträge.

IBAN-Rechner: Hier können Sie Ihre Kontonummer in Ihre IBAN-Nummer konvertieren.

Privatpersonen

Ab 2021 darf für sämtliche Zahlungen nur noch die 21-stellige IBAN-Kontonummer (z. B. CH12 3456 7890 1234 5678 9) verwendet werden und inskünftig steht anstelle der alten Einzahlungsscheine nur noch eine neue QR-Rechnung zur Verfügung. Nebst diesen Änderungen werden Privatpersonen nicht viel von der Harmonisierung bemerken. Im Grossen und Ganzen ist der neue Schweizer Zahlungsverkehr darauf ausgerichtet, den Schweizerinnen und Schweizern das Zahlen per E-Rechnung, Lastschrift oder Überweisung noch leichter zu machen.

 

Für Privatpersonen besteht damit kein Handlungsbedarf, die Neuerungen haben hauptsächlich informativen Charakter.

Änderungen im Zahlungsverkehr

 

Empfehlung:

  • Beginnen Sie schon jetzt, Ihre Stammdaten auf IBAN umzustellen. Beachten Sie dabei auch Ihre Daueraufträge