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VOLKSWIRTSCHAFTLICHE PERSPEKTIVEN: Anlegerstimmung im Euroraum steigt, US-Wirtschaft kühlt ab

01.07.2017

Nachdem die meisten politischen Risiken in Europa aus dem Weg geräumt wurden, hat sich das Empfinden über die Wirtschaftslage deutlich verbessert. Die Konsumentenpreise in der Eurozone scheinen langsam anzuziehen, die Wachstumszahlen entwickeln sich weiter positiv und die Arbeitslosigkeit ist auf ein Mehrjahrestief gesunken.

CIC perspectives 03/2017

Der Schweizer Wirtschaft scheint die positive Erholung in Europa gutzutun. Die letzten inländischen Wirtschaftszahlen zeigen eine positive Tendenz. Interessant ist, dass auch die Uhren- und Schmuckindustrie kräftig gewachsen ist. Dieser Sektor verzeichnete sogar das stärkste Quartalswachstum seit 2011.

In den USA hingegen verblasst die Trump-Euphorie allmählich und die Wirtschaftszahlen gönnen sich eine Verschnaufpause auf hohem Niveau. Gemäss den neusten Daten des US-Handelsministeriums dürfte das USWachstum gegenüber dem Vorquartal um 1.2% zugelegt haben. Zurückzuführen ist dies unter anderem auf das Konsumverhalten der US-Amerikaner: Der Index für das Konsumentenvertrauen hat sich in den letzten Monaten nur sehr schwach entwickelt.

Die Entwicklung in Europa und den USA hängt im Weiteren wesentlich vom künftigen Verhalten der Zentralbanken ab. Während die US-Notenbank weiter die Zinsen anheben dürfte, rechnen wir in Europa mit einem Nachlassen der ultralockeren Geldpolitik. Die Herausforderung für die Schweizer Nationalbank wird sein, inmitten dieser zwei Wirtschaftsmächte den Schweizer Franken auch in Zukunft in ruhigem Fahrwasser zu halten.