Volkswirtschaftliche Perspektiven: Ohne Inflationsdruck wird die lockere Geldpolitik bestehen bleiben

Die jüngsten globalen Konjunkturzahlen haben die Angst vor einer unmittelbar bevorstehenden weltweiten Rezession zerstreut. Während die Sorge um China kleiner wurde, konnte die US-Wirtschaft mit einer Wachstumsrate von 2.1% für das dritte Quartal erneut ihre Stärke beweisen.

Das widerspiegelt sich auch in der weiter gesunkenen Arbeitslosenquote, welche mit 5.0% auf dem tiefsten Stand seit 2008 liegt. Obwohl die Konjunkturerholung in den USA am weitesten fortgeschritten ist, wird sich die USNotenbank aufgrund des fehlenden Inflationsdrucks nur langsam von ihrer sehr lockeren Geldpolitik verabschieden.

 

Auf der anderen Seite des Wachstumsspektrums befindet sich die Wirtschaft der Schwellenländer. Trotz den schwach ausgefallenen Daten scheint vorerst der konjunkturelle Abwärtstrend gebrochen zu sein.

 

In der Eurozone setzt sich die wirtschaftliche Erholung mit einem Wachstum von 1.6% im dritten Quartal fort, was sich in einer soliden Kreditvergabe äussert. Besonders Spanien sticht mit einer Wachstumsrate von 3.4% hervor. Da jedoch die Inflationsrate der Eurozone nahe bei 0% verharrt, steigt die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Ausweitung des monetären Lockerungsprogramms der Europäischen Zentralbank (EZB).

 

Vor dem Hintergrund einer insgesamt etwas besseren internationalen Entwicklung wird die Schweizer Wirtschaft von solidem Privatkonsum, Ausrüstungsinvestitionen und Nettoexporten gestützt. Die Befürchtungen einer Rezession konnten sich somit trotz Wechselkursschock nicht bewahrheiten.