Volkswirtschaftliche Perspektiven: Schweizer Wirtschaft – volle Kraft voraus

Die Schweizer Wirtschaft entwickelt sich seit Beginn des Jahres sehr gut, nicht zuletzt dank der deutlichen Abschwächung der heimischen Währung seit Juni 2017.

Dies widerspiegelt sich auch in den Vorlaufindikatoren, etwa beim Einkaufsmanagerindex, der aktuell weit über der Marke von 50 notiert. Für den Index wird eine Auswahl von Einkaufsmanagern, welche bei relevanten Unternehmen tätig sind, befragt. Ein Wert unter 50 deutet auf eine Kontraktion, während ein Wert über 50 eine Expansion der Wirtschaft voraussagt.

 

Die positive Stimmung zeigt sich auch am Arbeitsmarkt. Seit 2012 waren in der Schweiz nie mehr so viele Leute beschäftigt wie jetzt. Die Arbeitslosigkeit ist mit 2,60% aktuell sehr tief. Abgerundet wird dieses erfreuliche Bild von weiter steigenden Konsumentenpreisen. Der Schweizer Wirtschaftsmotor läuft. Einzig externe Störfaktoren wie globale exogene Schocks könnten den Ausblick eintrüben.

 

In Europa sieht es leicht anders aus. Die politischen Unsicherheiten der Währungsunion gehen einher mit schwächeren Wirtschaftszahlen. Im Juni hat die Europäische Zentralbank (EZB) die neusten Wirtschaftsdaten evaluiert. Am 14. Juni 2018 hat die EZB sodann kommuniziert, dass sie das Programm der quantitativen Lockerung per Ende Jahr einstellen wird. Eine Verlängerung wäre in unseren Augen lediglich mit einer merklichen Konjunkturabschwächung oder einem deutlichen Anstieg der Unsicherheit betreffend die künftige Wirtschaftsentwicklung zu begründen.