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Volkswirtschaftliche Perspektiven: Wachstum trotz Zweifeln an Geldpolitik und Sand im Globalisierungsgetriebe

Mit Ausnahme der US-Notenbank Fed setzen die Zentralbanken weltweit ihre expansive Geldpolitik fort. Da sich aber das Wachstum der Weltwirtschaft nur auf einem moderaten Niveau hält, sind jüngst Zweifel an der Wirksamkeit der quantitativen Lockerungen aufgekommen.

Die (dennoch) positive Konjunkturentwicklung wird vor allem von der stabilen US-Wirtschaft und einer allmählichen Erholung in Europa gestützt, die vor allem von Deutschland und Spanien getragen wird. Diesem wirtschaftlichen Lichtblick in Europa stehen jedoch zunehmend politische Herausforderungen gegenüber. Europa droht dadurch weniger vom Freihandel, von der Zuwanderung und der Globalisierung zu profitieren.

 

Die Konsumentenstimmung in den USA verbessert sich weiter dank solidem Beschäftigungsanstieg und zügigeren Lohnsteigerungen. Höhere Haushaltseinkommen und niedrige Energiepreise stützen die Konsumausgaben. Mit der anziehenden Teuerung ist die US-Wirtschaft trotz eines moderaten Wachstums bereit für weitere Zinserhöhungen.

 

Auch die Schweiz verzeichnet solide Wachstumszahlen, gestützt durch die robuste Binnenwirtschaft. Die starke Aufwertung des Schweizer Frankens scheint grösstenteils verdaut zu sein. Zukünftiges Wachstum setzt aber nachhaltige Innovationskraft der Schweizer Exportindustrie voraus.

 

Schlusslicht beim Wachstum bleiben die Schwellenländer. Allerdings mehren sich erste Anzeichen für eine Stabilisierung von deren Konjunktur. So glauben die wenigsten an eine «harte Landung» der chinesischen Wirtschaft.