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Volkswirtschaftliche Perspektiven: Zurück zur Normalität

Der volkswirtschaftliche Spätsommer wurde vom jährlichen Treffen der US-Notenbank in Jackson Hole eingeläutet. Grosses Thema ist weiterhin die US-Zinserhöhung von 0.25% auf 0.5%.

Angesichts der soliden Entwicklung des Arbeitsmarktes, der Konjunktur und der Konsumentenpreise spricht immer mehr für eine Anhebung der Zinsen im Jahr 2016.

 

Während die USA bereits von Zinserhöhungen sprechen, herrscht im Euroraum weiterhin ein historisches Tiefzinsumfeld. Europas Konjunkturdaten zeigen zwar erste Anzeichen von Besserung, bis sich die lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) auf die Wirtschaft auswirkt, ist es allerdings noch ein langer Weg.

 

Das Hauptthema für die Schweizer Wirtschaft bleibt die Frankenstärke. Die Schweizer Nationalbank setzt alles daran, den Schweizer Franken nicht unter der Marke von 1.08 erstarken zu lassen. Das Wirtschaftsvertrauen in der Schweiz stagniert, ebenso die Konjunkturprognosen.

 

Trotz grosser Aufregung im ersten Halbjahr um das britische Referendum über einen Verbleib in der EU waren die Folgen rückblickend doch nicht so einschneidend für die Wirtschaft. Der Brexit sorgte zwar für kurzfristige Unsicherheit, ein politischer Flächenbrand blieb jedoch aus. Die Konsumenten-

 

und Konjunkturerwartungen in der Eurozone und der Schweiz befinden sich bereits wieder auf normalen Niveaus.

 

Das letzte grosse volkswirtschaftliche Thema des Jahres wird die Präsidentschaftswahl im November in den USA sein. Umfragen zeigen klare Vorteile für die wirtschaftsfreundliche Hillary Clinton. Unserer Meinung nach sind Überraschungen eher unwahrscheinlich.