Stahlrohre, Kaffee und Kunststoffe für Europa

Franco Gheno hat das Unternehmertum mit der Muttermilch aufgesogen. Um mit seinem Handelsbetrieb M.A.M. SA zu expandieren, verlässt er sich aber nicht nur auf seine Intuition, sondern ebenso auf eine flexible Factoring-Lösung der Bank CIC in Lugano.

In einem Alter, in dem andere Teenager am Strand flirteten, musste Franco Gheno in den Sommerferien jeweils in England Englisch büffeln. Seine Eltern unternahmen alles, um ihren Sohn auf die Geschäftswelt vorzubereiten. Bis er mit achtzehn Jahren ins familiäre Textilunternehmen in der Lombardei einstieg, das Zubehör für Intim- und Hauswäsche anfertigte. So ging Franco Gheno erfolgreich auf Tuchfühlung mit dem Who’s who der Branche – unter anderen mit La Perla, Calida, Victoria’s Secret und Bischoff Textil.

Neuorientierung nach Textilkrise

Doch statt Glanz und Glamour bekam er bald den rauen Wind des Marktes zu spüren. Die Finanzkrise von 2008 zog die italienische Textilindustrie in Mitleidenschaft. Die Umsätze der Branche brachen in einem Jahr um ein Viertel ein. «Kostenmässig konnten wir mit der Konkurrenz aus China nicht mehr mithalten», erklärt Franco Gheno. Schweren Herzens entschloss sich die Familie zur Geschäftsaufgabe; für die Eltern stand die Pension an.

 

Was Franco Gheno blieb, war sein unternehmerisches Gespür. Er begann, auf Biotreibstoffe zu setzen und mit Pflanzenöl für den Betrieb von Motoren zu handeln. Als sich die Preisverhältnisse unvorteilhaft entwickelten, wechselte er auf margenträchtigere Rohstoffe. Seit 2017 handelt er über die junge Firma M.A.M. SA mit Metallprodukten, Kunststoffen und Kaffee.

 

Franco Gheno, Inhaber M.A.M. SA

Seit 2017 handelt Franco Gheno über seine junge Firma M.A.M. SA mit Metallprodukten, Kunststoffen und Kaffee.

Eingespielte Beziehungen als Erfolgsfaktor

«Wir erwerben nicht geschweisste Stahlrohre zweiter Wahl von Erdölfördergesellschaften und versorgen damit vor allem die Bauindustrie. Das ist eine Nische, in der Know-how, Verlässlichkeit und gute Beziehungen über den Erfolg entscheiden», erklärt Franco Gheno. Zum Einsatz kommen die Rohre beispielsweise für den Brückenbau und für Dämmungen in Nordeuropa, die verhindern sollen, dass Sandböden erodieren.

 

«Noch gefragter sind derzeit Kunststoffe und Kaffee», stellt Franco Gheno fest. In Italien, Spanien und Frankreich versorgt seine Firma verschiedene Kunststoffverarbeiter, die Flaschen, Deckel und Säcke aller Art formen. «Dank unseren eingespielten Beziehungen mit Rohstoffherstellern können wir Kunden die gewünschte Ware in ausgezeichneter Qualität zu attraktiven Preisen liefern – genau dann, wenn sie diese benötigen», präzisiert Franco Gheno sein Geschäftsmodell: «Momentan müssen wir die Kunden nicht suchen; sie suchen uns.»

Factoring erweitert finanziellen Spielraum

Wenn das Handelsvolumen von Franco Gheno steigt, erfordert dies allerdings eine Bank, die damit Schritt hält. «Lugano ist ein wichtiger Finanzplatz auf europäischer Ebene. Aber nur wenige Banken sind in der Lage, professionelles Factoring anzubieten», weiss Franco Gheno.

Lugano ist ein wichtiger Finanzplatz auf europäischer Ebene. Aber nur wenige Banken sind in der Lage, professionelles Factoring anzubieten.

Vereinfacht gesagt, bevorschusst die Bank beim Factoring die offenen Forderungen und übernimmt deren Rechte und Risiken gegen eine Gebühr. Das Unternehmen schützt sich damit vor Debitorenausfällen und kann darum seine Liquidität optimieren. «Die M.A.M. SA zählt zu unseren ersten Factoring-Kunden», freut sich Kundenbetreuer Daniele Sauro von der Bank CIC in Lugano. Damit geht die Bank kein grosses Risiko ein: Die Kunden der Handelsfirma bestellen und zahlen die Waren regelmässig – und die Transaktionen sind durch eine Versicherungspolice abgesichert.

360-Grad-Beratung

«Franco Gheno ist eine dynamische und unternehmerische Persönlichkeit. Er will seinen Umsatz steigern, aber die Märkte verändern sich heute sehr schnell. Wer von Trends profitieren will, muss stets am Ball bleiben und überlegt agieren. Franco Gheno erfüllt diese Voraussetzungen voll und ganz», charakterisiert Daniele Sauro seinen Kunden, der das Kompliment erwidert: «Mich hat die 360-Grad-Betrachtung von Daniele Sauro überzeugt. Denn er ist auf meine persönlichen Anliegen eingegangen. Deshalb sehe ich die Bank CIC nicht nur als Bankinstitut, sondern als echten Partner, mit dem ich mein Business entwickeln und stabilisieren kann.»

 

Franco Gheno fasste schnell Vertrauen zu seinem Kundenbetreuer und überlegt sich, ihm auch die Verwaltung seines privaten Vermögens anzuvertrauen. Eine 360-Grad-Beratung berücksichtigt nicht nur die geschäftliche Seite, sondern auch die private. Denn nur so lässt sich die finanzielle Gesamtsituation eines Kunden in die Balance bringen.

 

Franco Gheno, Inhaber M.A.M. SA, und Daniele Sauro, Kundenbetreuer Bank CIC

Franco Gheno, Inhaber der M.A.M. SA, hat die 360-Grad-Betrachtung von seinem Kundenberater Daniele Sauro überzeugt. Deshalb sieht er die Bank CIC nicht nur als Bankinstitut, sondern als echten Partner, mit dem er sein Business entwickeln und stabilisieren kann.